Erfahrung Golfguide

Für unsere Interviewreihe „Von Crew für Crew“ haben wir uns heute mit Harald Kinspergher unterhalten, der als Golfguide auf den Weltmeeren unterwegs ist. Lest hier, warum er nur knapp einer Zwangsheirat auf Korsika entkam… 😉

Name: Harald Kinspergher

Alter: 42

Beruf: Golfguide

Wieviel Jahre zur See gefahren: 6 Jahre

Reedereien: TUIC (Mein Schiff 1,2,3,4,5)

Bild: Zur Verfügung gestellt von Harald Kinspergher

wir fragen

Wie würdest du deinen Job an Bord in knappen Worten zusammenfassen?

 

Als Golfguide verkaufe ich an Bord Golfausflüge und bringe dann meine Gäste zu ausgewählten Golfplätzen. Dabei übernehme ich die Organisation des Golftages, vom Transport bis zur Reservierung der Startzeiten. Und mache Babysitting für Erwachsene.

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Haha,Verstehe, also ein „professional adultsitter“

Wo war deiner Meinung nach der schönste Golfplatz in deiner Schiffslaufbahn?

 

Die Kombination Schiff & Golf lässt sich meiner Meinung nach am besten auf den Kanaren umsetzen: ideales Klima, wunderschöne Golfplätze, kurze Transferzeiten und der Service in den Golfclubs ist sehr gut auf den deutschen Gast abgestimmt.

Aber auch die Britischen Inseln oder die Karibik haben ihren Reiz, dort abzuschlagen.

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Was sind die ersten 3 Dinge die du tust wenn du deinen Arbeitstag beginnst ?

 

 

Lunchtüten abholen, Golfbags für die Gäste bereitstellen und Funkgerät einschalten.

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Würdest du sagen, dass dein Aufgabenfeld und der Arbeitsalltag an Bord den Voraussetzungen an Land entsprechen?

 

 

Den Job an Land gibt es so nicht wirklich, ist aber mit dem eines Reiseleiters zu vergleichen.

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Was sind denn die Anforderungen für deinen Job?

Sehr organisiert zu sein, etwas von Golf und Etikette – ja, die gibt es bei dem Sport auch – zu verstehen und vor allem den Golfgast zu verstehen,

dabei auf individuellen Bedürfnisse eingehen und gleichzeitig eine Gruppe zu führen; das ist die Kunst.

Ich spiele seit über 20 Jahren Golf, habe auch auf Golfausflügen und Urlauben als Gast teilgenommen, kenne so auch die andere Seite, das hilft.

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Spielen wir: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit…“ Ohne welche drei Gegenstände würdest du nie aufs Schiff gehen?

 

 

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Wovon nimmst Du grundsätzlich zu viel mit?

 

 

Private Kleidung, durch die Uniform braucht man deutlich weniger als gedacht.

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Wie lange sind deine Einsätze an Bord ?

 

In meinem ersten Vertrag war ich 6 1/2 Monate an Bord, normalerweise ist ein Einsatz für Golfguides so lang,

wie sich das Schiff in einem Gebiet befindet, in welchem auch Golfausflüge angeboten werden. Somit also meist 4 bis 6 Monate.

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Was ist das Beste an Bord eines Kreuzfahrtschiffes?

 

Die Crew, mit über 40 Nationen zusammen zu arbeiten, zusammen zu leben.

Die Geschichten, die Freundschaften die ich erfahren durfte sind unbezahlbar!

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Ja, die Antwort hören wir häufig. Auf den Schiffen ist ein friedliches miteinander irgendwie einfacher.

 

Da gebe ich Dir zu 100% recht.

Klar gibt es auch Konflikte und du kannst dich nicht mit jedem gleich gut verstehen, jedoch glaube ich das die Bereitschaft, Respekt anderen gegenüber zu zeigen, größer ist als an Land und auch wenn es abgedroschen klingen mag:

wir sitzen alle im selben Boot!

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Und was ist das Schlimmste? Du darfst gern ehrlich sein 😉

 

 

Die Hierarchie an Bord und die strengen Regeln – das war für mich neu und sehr gewöhnungsbedürftig.

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Wie hast du dich dann letztlich daran gewöhnt?

 

 

Gewöhnt gar nicht, aber akzeptiert. Einiges ergibt ja auch Sinn.

Dennoch finde ich sind einige Punkte zu überdenken, wenn die Redereien weiterhin ausreichend qualifizierte Crew an Bord haben wollen.

Wie siehst Du das?

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Da würde ich dir schon Recht geben.

Manchmal kann es auf dem Schiff zu unschönen Situationen kommen, wenn einem Offizier seine Streifen zu Kopf steigen.

Wie wusste schon Spiderman zu berichten: aus großer Macht folgt große Verantwortung!

Dein Lieblingsplatz an Bord? Warum?

 

 

Ich muss dazusagen, das ich als Golfguide an Landtagen die meiste Zeit nicht an Bord bin, sondern auf Golfplätzen bzw. Landausflügen.

Für die Zeit an Bord und „on Duty“: mein Golfschreibtisch, wo ich Gäste berate, um ihnen den Urlaub zur besten Zeit im Jahr zu machen.

„Off Duty“: die Crew Bar – die Partys dort sind einfach legendär!

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Wie sieht dein Büroalltag aus? Du sagtest du musst auch Transporte organisieren, das stelle ich mir an einigen Destinationen als ein schwieriges Unterfangen vor. Gab es schon mal interessante Pannen?

Wie ich schon erwähnt habe, muss man organisiert sein, Stornofristen im Auge haben, Gästebriefe schreiben, Haftungserklärungen verwalten, Protokolle schreiben usw. Der Transport hängt meist mit der Gruppengröße zusammen: für eine große Gruppe kann ich einen Bus bei der Agentur, die Vertragspartner der Reederei ist, vor Ort bestellen, das ist einfach, denn die erledigen alles. Spannender wird es, wenn ich Taxen organisiere, das mache ich vor Ort im Hafen.

In Häfen, in denen ich öfter bin, baue ich mir ein Netzwerk auf und habe immer die selben Taxifahrer. Jemand, mit dem Du befreundet bist, lässt dich normalerweise nicht irgendwo stehen.

Und der Protipp: wenn Du den Weg selbst noch nicht kennst, Google Maps mitlaufen lassen oder einen ausgedruckten Wegplan mitnehmen! So richtige Pannen sind mir zum Glück noch nicht passiert und das in der Karibik ein Taxi nicht auf die Minute kommt, versteht sich von selbst.

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Welchen Ratschlag würdest du dir heute selbst zu Beginn deiner Schiffslaufbahn geben?

 

 

Relax! Nach zwei Wochen hast du dich an das Schiffsleben gewöhnt und kennst auch den Weg zum Tailor.

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Du bist ja nun schon seit 6 Jahren auf den Weltmeeren unterwegs. Gibt es etwas, das dich immer noch überrascht oder hat sich die Routine schon eingeschlichen? Und was lässt dich immer wieder zurück kehren?

 

Auch wenn ich für 2018 mal eine Pause plane: Routine gibt es nicht! Es sind immer wieder neue Gäste, andere Gegebenheiten, andere Kollegen und Vorgesetzte und auch andere Vorschriften, da wird es selten langweilig. Das ist sicher auch ein Grund wieder an Bord zu gehen.

Außerdem reise ich gerne und lerne gerne neue Menschen kennen.

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Was ist deine derzeitige Lieblings-App?

 

 

Instagram, hier finden sich auch viele meiner Golferlebnisse wieder.

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Hier gehts zu Harald´s instagram: –> https://www.instagram.com/thegolfguide/

Und hier übrigens zu unserem https://www.instagram.com/7short_1long/?hl=en

 

So, genug Werbung …. Was war dein bestes Erlebnis während der Schiffszeit?

 

Silvester in Curacao!

Hier zur Vorgeschichte: ich bekomme am 29.12. einen Anruf, ob ich kurzfristig für einen erkrankten Kollegen einspringen kann.

Am 31.12. sitze ich im Flugzeug Richtung Karibik und um 17:00 Uhr auf Deck 10 beim Pre Departure Safety Training. Als einziger, denn am 31.12. finden normalerweise keine Crew Wechsel statt – somit über 20 Stunden Anreise hinter mir, kompletter Jetlag und ich wieder zurück in meiner Crew Familie: Dauersmile die ganze Nacht!

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

SPONTANITÄT wird hier groß geschrieben.

Wo hast du das beste Lunch gehabt und was gab es? Erzähl uns von dem Moment: was hast du erlebt, wie bist du dazu gekommen?

 

Auf Korsika!

Ich habe einen Landausflug begleitet und bei einem Stopp in den Bergen wurden die Reiseleiterin, der Busfahrer und ich von der Besitzerin der dortigen Auberge (Landgasthaus) in ihre private Küche eingeladen und mit selbst-gemachten Schinken, Käse, Feigenmarmelade und frischen Salaten verwöhnt.

Wunderbar! Und fast wäre ich dabei auch mit der Tochter der Besitzerin verheiratet worden, aber das ist eine andere Geschichte.

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Also demnächst hier bei uns: die exclusive Geschichte wie der Golfguide beinahe geheiratet hat. Und natürlich als Storyline beim ZDF Traumschiff.

Was ging dir durch den Kopf, 24 Stunden vorm Abflug zu deinem ersten Schiffseinsatz?

 

 

Raus aus der Komfortzone, rein ins Leben.

Aber 5 Minuten vor Abflug war ich mir nicht sicher, ob ich in den Flieger einsteigen soll. Zum Glück habe ich es gemacht!

Kamera, Smartphone und natürlich mein Golfbag.

Harald Kinspergher

Antwortet

 

wir fragen

Wir hoffen, unser Interview mit Harald hat euch gefallen und ihr konntet was mitnehmen. Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, oder euch einen bestimmten Interviewpartner wünscht, dann meldet euch einfach hier bei uns.

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